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Coburg, 5.1.2014 – Beim 10. Coburger Wintermarathon des TV Lützelbuch starteten fast 200 Läufer. Die Begeisterung war groß. Organisator Jürgen Lesch hatte mit seinem Team wieder alles im Griff.
Der 10. Coburger Genusslauf- Wintermarathon rund um die Vestestadt Coburg zog am Sonntag fast 200 Läufer aus ganz Deutschland in seinen Bann. Der Wintermarathon des TV Lützelbuch kann damit auf den Rekordbesuch zur Jubilä-umsveranstaltung stolz sein.
Der 10. Coburger Wintermarathon zog am Sonntag fast 200 Laufbegeisterte aus ganz Deutschland in seinen Bann (Foto: Wolfgang Desombre)
Der Wintermarathon hat seit vielen Jahren einen festen Platz im sportlichen Terminkalender vieler Läufer aus nah und fern eingenommen. Wer einmal da war, komme immer wieder, sagte Organisator Jürgen Lesch.
Vor acht Jahren waren es gerade einmal 30 Teilnehmer beim Coburger Wintermarathon Teilnehmer, die sich auf die Strecke rund um die Vestestadt machten. Heuer gaben sich zum Jubi-läumslauf an die 200 Läufer aus dem gesamten Bundesgebiet ein Stelldichein. Sie wollten die Permanent-Marathonstrecke rund um Coburg absolvieren und dabei auch noch Spaß und viel Unterhaltung erleben.
Das gemeinsame Laufen, Spaß dabei haben und die Garantie auf eine Top-Verpflegung und das Beisammensein nach dem Lauf mache den Wintermarathon zu einem wahren Erlebnis, betonte Organisator Jürgen Lesch bei der Begrüßung der Läufer. Allein fünf Verpflegungsfahrzeuge mit gut 30 Helfern seien nötig, um die Läufer an den Versorgungsstellen entlang der Strecke zu betreuen.
Zum Jubiläumslauf gaben sich Spitzenläufer aus der Region ein Stelldichein (von links): Martin Scheler, Uli Zach, Stephanie Lieb, Organisator Jürgen Lesch und der aus Berlin angereiste Hans Weippert (Foto: Wolfgang Desombre)
Er sehe das Laufen in Coburg als eine „Flucht vor den Pflichten“, scherzte Hans Weippert. Vor zehn Jahren hatte der heute 70-jährige Berliner mit dem Marathonlaufen begonnen und hat am Sonntag in Lützelbuch seinen 42. Marathon geschafft. Er sei heuer zum dritten Mal dabei und komme allein deswegen von Berlin angereist, da hier der Lauf bestens organisiert sei, lobte Weippert. Es mache einfach Spaß den ersten richtigen Marathon am Jahresbeginn laufen zu können. Meistens würden die großen Läufe erst in der Mitte des Jahres veranstaltet. Laufen mache eben völlig frei und so verbinde er das Laufen mit dem Reisen, sagte Weippert. Er sei in New York und London mit dabei gewesen und werde Ende Januar in Bad Füssing auf die 42-Kilometer¬Strecke gehen, so der Rentner.
Der Lautertaler Martin Scheler findet vor allem die reizvolle Strecke und den absolut netten und kundigen Veranstalter Jürgen Lesch Spitze. Die Nähe zur Heimat und das Treffen von vielen Bekannten machen den Lauf rund um Coburg zu einem Erlebnis. Mit Stadtmarathons in Berlin, Köln, Frankfurt oder München habe er begonnen und auch einen 100-Kilometer-Lauf in der Schweiz absolviert. Den Wintermarathon wolle er mit einem „Sechser-Schnitt“ angehen und damit sich auf die Laufsaison einstimmen.
Mit Wolfgang Böss gab es einen weiteren Stammgast, der seit Jahren immer Anfang Januar in Lützelbuch dabei ist. Der Transeuropaläufer aus Creussen legte die 4178 Kilometer lange Strecke vom dänischen Skagen über Dänemark, Deutschland, Frankreich, Spanien bis nach Gibraltar innerhalb von 64 Lauftagen zurück. Dies bedeute jeden Tag mehr als 60 Kilometer zu laufen. Er habe vor einigen Jahren den Wintermarathon in Coburg für sich entdeckt und finde die Atmosphäre und das stressfreie Laufen ohne Wettkampfcharakter einfach toll, sagte Böss.
Die Coburger Spitzenläuferin Stephanie Lieb war bei dem Event Wintermarathon auch wieder am Start. Mit ihrer Labrador-Mischlingshündin „Leo“ ging sie auf die 42-Kilo-meter-Strecke. Es sei ein sehr schöner Lauf, super organisiert, eine Spitzenverpflegung und man treffe hier zum Jahresbeginn viel bekannte Gesichter aus der Laufszene, sagte „Steffi“. Beim Boa Vista Ultramara-thon über 150 Kilometer non-stop belegte Stephanie Lieb im Jahr 2011 den tollen 2. Platz.
Gerade in der Gruppe mache das Laufen am meisten Spaß. Beim Wintermarathon in Coburg wurden keine Zeiten gemessen (Foto: Wolfgang Desombre)
Und noch ein weiterer Spitzenläufer aus der Region ging auf die Strecke. Uli Zach findet den Wintermarathon einfach toll organsiert und er treffe hier viele Bekannte aus ganz Deutschland. Zach hatte den Transeuropa¬Lauf 2009 absolviert und beginnt nach einer längeren Pause wieder mit dem Laufen von langen Strecken. Als nächstes Ziel habe er die Benefizveranstaltung „Sechs-Stunden-Lauf“ in Fürth ins Auge gefasst, verriet Uli Zach.
Bei Temperaturen um die fünf Grad Celsius machte sich am Sonntag Punkt zehn Uhr das Läuferfeld auf die Strecke. Der als Gruppenlauf konzipierte Marathonlauf wurde von Thomas Schmidtkonz (Team Bittel) und Jürgen Lesch (TV Lützelbuch) im Jahr 2005 ins Leben gerufen. Der Lauf sei kein Wettkampf und deshalb erfolge auch keine Zeitmessung. Wer schon vor Bewältigung der kompletten Distanz aussteigen möchte, könne dies jederzeit an einer der sechs Versorgungsstellen tun. Beim Wintermarathon werde auch der Grundstock für das Grundlagentraining für die bevorstehenden Laufevents des Jahres 2014 gelegt.
Trotz nasskalter Witterung waren die Läufer gut gelaunt und nutzten den Wintermarathon als Vorbereitung auf die Laufsaison 2014 (Foto: Wolfgang Desombre)
Jürgen Lesch wies beim Start noch besonders auf den 9. VR-Bank Run and Bike Team-Marathon hin. Dieser wird vom TV Lützelbuch am Samstag, 19. Juli 2014, ausgerichtet. Anmeldungen sind ab dem 1. März 0:00 Uhr möglich.
(Bericht: Wolfgang Desombre)
