11. Coburger Wintermarathon – 2015

Quicklink: Teilnehmerliste & Urkunden Bildergalerien Wintermarathon 2016 Wintermarathon 2014

Sogar Leo Lundy aus Dublin ist mit dabei

Der 11. Coburger Wintermarathon des TV Lützelbuch zieht 200 Läufer in seinen Bann. Beim Genusslauf kommen alle auf ihre Kosten.

Coburg 4.1.2015 – „Wir wollten einen Win­termarathon, jetzt haben wir einen“, so der Organisator ]ürgen Lesch am Sonntagvormittag. Eigens aus Dub­lin war Leo Lundy über London nach Erfurt geflogen, um den Winterma­rathon, den er im Internet kennen gelernt hatte, einmal persönlich zu erleben, wie er sagte.

Schon der 79. Marathon

Für den Iren ist der Wintermara­thon in Coburg der 79. Marathon, von denen der allein 38 im vergange­nen]ahr absolviert hatte. Am Silves­tertag war der letzte Marathon, den Leo Lundy erfolgreich hinter sich ge­bracht hatte.

Organisator Jürgen Lesch mit dem Iren Leo Lundy, der bereits seinen 79. Marathon lief (Foto: W. Desombre)

Der Wintermarathon hat seit vie­len Jahren einen festen Platz im sportlichen Terminkalender vieler Läufer eingenommen und ist auch im Marathonkalender von .Runner’s World“ zu finden. Wer einmal da war, komme immer wieder, sagte der erfahrende Organisator Jürgen Lesch, der sich auch beim VR-Bank Run and Bike Team-Marathon einen Namen in der Läuferwelt gemacht hat.

Vor acht Jahren waren es gerade einmal 30 Teilnehmer gewesen, die beim Coburger Wintermarathon sich auf die Strecke rund um die Ves­testadt gingen. In diesem]ahr mach­ten sich an die 200 Läufer aus dem gesamten Bundesgebiet auf die Stre­cke und bereiteten sich auf die Laufsaison 2015 vor. Sie wollten neben Spaß, viel Unterhaltung auch ihre Läuferkollegen einmal wieder tref­fen. Und was bietet sich beim Jahres­wechsel besser an, als der Winterma­rathon des TV Lützelbuch. Das ge­meinsame Laufen, Spaß dabei haben und die Garantie auf eine Top-Ver­pflegung und das Beisammensein nach dem Lauf mache den Winter­marathon zu einem wahren Erlebnis, betonte Organisator Jürgen Lesch bei der Begrüßung der Läufer in der Rolf­Forkel-Halle.

Der 11. Coburger-Wintermarathon zog am Sonntag fast 200 Laufbegeisterte aus ganz Deutschland und sogar einen eigens aus Irland angereisten Läufer in seinen Bann (Foto: W. Desombre)

Aus der spontanen Idee von Tho­mas Schmidtkonz und ]ürgen Lesch ist dieses Laufevent entstanden und hat sich im Sportkalender etabliert. Das Teilnehmerfeld war damals mit knapp über 30 Läufern noch recht überschaubar gewesen. Heute gehen an die 200 Läufer auf die Dau­er-Marathonstrecke rund um die Vestestadt Coburg. Von Anfang an war es beim Wintermarathon üblich, keine Startgebühr zu verlangen. Die Läufer würden den Lauf, so Lesch, durch Spenden finanzieren. Allein fünf Verpflegungsfahrzeuge mit gut 30 Helfern Würden die Versorgung der Läufer übernehmen.

Bei Temperaturen um null Grad machte sich am Sonntag Punkt zehn Uhr das Läuferfeld auf die Strecke. Der als Gruppenlauf konzipierte Ma­rathonlauf wurde von Thomas Schmidtkonz (Team Bittei) und Iür­gen Lesch (TV Lützelbuch) im Jahr 2005 ins Leben gerufen und erfreut sich zunehmend deutschland weiter Beliebtheit.

Deutschlandweit beliebt

Der Marathon führte über die per­manente Marathonstrecke des „Co­burg-Marathon“, Der Lauf sei kein Wettkampf und deshalb erfolge auch keine Zeitmessung. Wer schon vor Bewältigung der kompletten Distanz aussteigen wollte, konnte dies jeder­zeit an einer der sechs Versorgungs­stellen tun.

Trotz nasskalter Witterung waren die Läufer gut gelaunt und nutzten den Wintermarathon als Vorbereitung (Foto: W. Desombre)

„Schau mer mal, wie weit ich kom­me“, so umschrieb Markus Süße, der erst kürzlich den BoaVista Ultrama­rathon absolviert hatte. Gechillt und gelöst möchte er auf die Strecke gehen und ohne Stress mit seinen Läuferkameraden sich unterhalten können. Jens Neumann und Martin Scheler, beide von der Coburger Tur­nerschaft, führten das Läuferfeld als „Zugläufer“ an. Sie „bremsten“ die Läufer mit einer Zeit zwischen 5:30 und 6:00 Minuten pro Kilometer. Für Martin Scheler war der Lützelbucher Lauf einer der ersten längeren Läufe nach einer längeren Pause. Künftig wolle er sich verstärkt auf den Halb­marathon spezialisieren.

Gesundheit das Wichtigste

Auf neun Ultra-Marathons kann Martin Scheler stolz sein. Gesund­heit sei das Wichtigste. Bei den herr­schenden Temperaturen und zeit­weise leichtem Schneefall könne es schon glatt werden, meinte Scheler. Mit Stadtmarathons in Berlin, Köln, Frankfurt oder München habe er begonnen und auch einen 100-Kilometer-Lauf in der Schweiz absolviert. Den Wintermarathon wolle er mit einem ,,6er-Schnittl/ an­gehen und damit sich auf die Lauf­saison einstimmen.

Zum vierten Mal ist Mirko Leffler mitgelaufen, denn er sieht den Mara­thon am ]ahresbeginn als guten Ein­stieg ins Läuferjahr. Er organisiert ge­meinsam mit Silvio Schweinsberg den Borderland Ultra, einen Lauf entlang der ehemaligen innerdeut­schen Grenze zwischen Thüringen und Bayern im Heldburger Unter­land. Der 3. Borderland Ultra findet am 6. Juni 2015 statt.

Die Coburger Spitzenläuferin Stephanie Lieb war bei dem Event Wintermarathon auch wieder am Start (Foto: W. Desombre)

Der Laufclub 21, den Anita Kinle leitet, fördert schwerpunktmäßig den Laufsport für Menschen mit Down-Syndrom. In dem inklusiv ausgerichteten Laufclub 21 sind bun­desweit über 200 Sportler aktiv. Der Laufclub 21 bietet in Fürth ein wö­chentliches Lauftraining an.

Gerne hätte sie auch Läufer aus ihrem Laufclub mit in die Vestestadt gebracht, aber aus Gesundheitsgrün­den hätten einige absagen müssen.

(Bericht: Wolfgang Desombre)

Bildergalerien

2015-01-04 10-30-08-0067 16094427309_d4e3c0b515_o

Auch Markus Süße war wieder beim Coburger Wintermarathon laufend dabei und hat unterwegs ein paar schöne Bilder gemacht.
Leo Lundy, unser Gast aus Irland, hat in seinem Blog einen schönen Bericht veröffentlicht. Einen weiteren Kurzbericht gibt es von Sven Wiedemann vom Läuferbund Schwarzenberg.