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Intensiv, reizvoll und toll organisiert
Der Lützelbucher Wintermarathon war für viele Läuferinnen und Läufer aus Nah und Fern wieder eine willkommene Gelegenheit für eine ideale Saisonvorbereitung. Die Teilnehmer waren vol des Lobes und haben ergeizige Ziele.
Coburg, 31.1.2016 – Ein Marathonlauf ohne Startnummern, Zeitnahme, Ergebnisliste und ohne Sieger. Und trotzdem haben fast 180 Läufer zum 12. Wintermarathon des TV Lützelbuch gemeldet. Der Lauf wurde 2005 von Thomas Schmidtkonz (Team Bittel) und Jürgen Lesch (Abteilungsleiter des TV Lützelbuch) als Gruppen- und Trainingslauf über 42 km ohne Zeitwertung ins Leben gerufen.
Der Wintermarathon ohne Zeitmessung bietet die Gelegenheit, die Strecke mit gleichstarken Läufern als Gruppenlauf zu absolvieren (Foto: Fritz Unger)
Leistungsvermögen testen
Da taucht die Frage auf, wo liegt das Interesse für diese Veranstaltung? Für die Ausdauerläufer ist dieser 42km-Lauf eine erste Standortbestimmung für die bevorstehende Saison, eine Überprüfung des eigenen, aktuellen Leistungsvermögens im Vergleich mit anderen Läufern und vor allem, der Lauf ist ein Gruppenlauf und ein erstes Zusammentreffen in der großen Läuferfamilie.
An der Verpflegungsstelle in Scheuerfeld bei Kilometer 15 des 12. Coburger Wintermarathons nahmen sich die Spitzenläufer nur wenig Zeit (Foto: Fritz Unger)
Fachsimpeln nach dem Lauf
Letzteres Argument wird dadurch bestätigt, dass nach dem Lauf viele Teilnehmer in der Rolf-Forkel-Halle noch zusammensaßen und über die bevorstehende Saison gefachsimpelt haben. Die Strecke ist so angelegt, dass die Läufer an verschiedenen Stellen – Kilometer 20,5, 27 und 33 – aussteigen können. Etwa 50 der gestarteten Läufer haben die volle Marathonstrecke absolviert. Die schnellsten Läufer waren nach etwa 3,5 Stunden wieder zurück in Lützelbuch. Dabei wurden mit dem Anstieg vom Wolfgangsee nach Wüstenahorn und dem Vestungsberg zwei heftige Anstiege absolviert.
Am 16. Juli 2016 werden sich viele der Teilnehmer erneut auf der permanenten Coburger Marathonstrecke wieder treffen, wenn der Startschuss zum traditionellen 11. VR BANK Run & Bike Team-Marathon fällt.
Stimmen, Reaktionen und Pläne
Klaus Hellwig (Team Icehouse, Münchberg):
Ich habe in der Vergangenheit viele Ultraläufe bestritten. Obwohl ich noch intensiv laufe, trete ich inzwischen nicht mehr zu Wettkämpfen an. Deshalb suche ich nach Veranstaltungen wie den Wintermarathon in Lützelbuch. Die 42 km durch das Coburger Land sind sehr reizvoll und anspruchsvoll, der Lauf hat eine gute Organisation und Verpflegung unterwegs.
Jens Hoffmann, Roda-Harrier, Stadtroda:
Ich nehme diesen Lauf gern als Saisonvorbereitung mit. Der Lauf macht unwahrscheinlich Spaß und ist eine Gelegenheit, Freunde aus der Laufszene zu treffen. In diesem Jahr werde ich beim Salzburger Mozartlauf über 102 km mit einer Höhendifferenz von 2.500 Metern an den Start gehen. Außerdem plane ich die Teilnahme am Karwendelmarsch über 52km von Scharnitz bis Pertisau am Achensee. Insgesamt plane ich mit etwa 600 Wettkampfkilometern 2016.
Klaus Hafemeister, Coburger Turnerschaft:
Meine Saisonvorbereitung sieht für Sonntag immer einen langen Lauf vor. Und da bietet es sich einfach an, hier in Lützelbuch zu starten, weil der Lauf gut organisiert ist und weil für eine so lange Strecke eine gute Verpflegung angeboten wird. Mein sportliches Highlight wird auch 2016 wieder der Ulta-Triathlon Challenge in Roth sein. Im April werde ich außerdem beim Bilstein Marathon in Hessen teilnehmen. Über die 42km müssen 1.100 Höhenmeter bewältigt werden. Planmäßig werde ich 1.400 km in diesem Jahr laufen.
Stephanie Lieb, SV Bergdorf Höhn:
Dieser Marathonlauf passt perfekt in meine Saisonvorbereitung. Außerdem treffe ich hier viele Freunde und es macht einfach Spaß, hier zu laufen. Ich bin inzwischen wieder gesund und habe mein Laufprogramm wieder in vollem Umfang aufgenommen. Ich werde im September am GORE-TEX Transalpine Run teilnehmen (einer der härtesten und spektakulärsten Trail-Events der Welt / Anm. der Redaktion). Diese Alpenüberquerung ist ein Trail, der als Teamlauf mit 2er-Teams absolviert werden muss. Der Lauf führt über 300 km von Garmisch bis Brixen und wird in sieben Tagen bewältigt. Mein Plan sieht etwa 3.500 Lauf-Kilometer in diesem Jahr vor. Beim Skilanglauf bin ich noch Anfänger. An Wettkämpfe ist da jetzt nicht zu denken. Aber ich möchte Skilanglauf sehr gern als Ausgleichssport in mein Trainingsprogramm aufnehmen.
(Bericht: Fritz Unger)
Bildergalerien
Unser Fotograf Julian Popp war auf der gesamten Strecke und hat wieder eimal sehr schöne Fotos gemacht:

Markus Süße konnte diesmal nicht mitlaufen, war aber auf der Strecke unterwegs und hat einige Bilder gemacht. Die Bildergalerie findet ihr hier.
Auch Thomas Schmidtkonz hat bereits einige Fotos auf seiner Facebookseite veröffentlicht.
